Lüften ist wichtig, denn in vielen Wohnungen herrscht "dicke Luft". Hoher Wärmedämmstandard und winddichte Außenhülle verhindern den natürlichen Luftaustausch und helfen so den Bedarf an Heizenergie wesentlich zu senken.
Aber nicht nur die Wärme sondern auch Feuchtigkeit und Schadstoffe bleiben dadurch im Haus. So entsteht ein optimales Klima für die Bildung von Schimmelpilzen und die Vermehrung von Hausstaubmilben. Allergien und Erkrankungen der Atemwege können auftreten. Insbesondere Kinder sind gefährdet.
Andere Gesundheitsgefahren drohen durch hohe Schadstoffkonzentrationen, die in Innenräumen bis zu 10 mal höher liegen als in der Außenluft. Schuld daran sind z.B. die Emissionen von Baustoffen, behandeltem Holz und Klebstoffen, die über Jahre hinweg an die Raumluft abgegeben werden.
Theoretisch müssten 8 mal am Tag alle Fenster für je 8 Minuten geöffnet werden, um für die nötige Frischluftzufuhr zu sorgen und um Schimmelbildung wirksam zu vermeiden. Das ist nur schwer praktikabel und erfordert einen kontinuierlichen Arbeitsaufwand. Außer frischer Luft gelangen auch Pollen, Lärm un Staub in die Wohnung.
Geöffnete (auch gekippte) Fenster sind ein Einbruchrisiko und gefährden den Versicherungsschutz. Der Bund der Versicherten (BdV) erklärt, dass für Einbrüche durch zu Lüftungszwecken aufgestellte Fenster die Versicherung nicht aufkommt. Und nebenbei wird viel Energie zum Fesnter raus gelüftet, die ja eigentlich durch die Wärmedämmmaßnahmen eingespart werden soll.